Weitere aus der Serie
ESTRANGED (Serie) →ESTRANGED - YANNICK
"Eine eindringliche Studie über die zarte Widerstandsfähigkeit der Identität, die die Zerbrechlichkeit von Porzellan inmitten einer Landschaft gesellschaftlicher Erwartungen und verborgener Verletzlichkeiten widerspiegelt."
Die Erzählung
Das fragile Dasein navigieren
In dieser tiefgründigen Fortsetzung der ESTRANGED Serie, ARJAN SPANNENBURG erforscht die Metapher des Selbst als ein kostbares, doch prekäres Objekt. Durch die Linse von YANNICK untersucht der Künstler, wie Identität, insbesondere innerhalb der queeren Erfahrung, von der breiteren Gesellschaft oft mit mangelnder Sorgfalt behandelt wird. SPANNENBURG nutzt die visuelle Sprache der Verstrickung, um das komplexe Netz sozialer Normen und persönlicher Sicherheit darzustellen. Das Bild ist nicht bloss ein Porträt: es ist eine Untersuchung der Kosten von Sichtbarkeit in einer Ära, in der Fortschritt sich zunehmend umkehrbar anfühlt. Indem der Künstler das Subjekt im dichten Laubwerk verbirgt, schafft er einen Raum der Zuflucht, der gleichzeitig die Notwendigkeit einer "dicken Haut" zum Überleben hervorhebt.
Die Porzellan-Metapher als Katalysator für den institutionellen Dialog
SPANNENBURG’s Motivation für dieses Werk liegt in der Dichotomie zwischen der Schönheit der eigenen Natur und den äusseren Bedrohungen für deren Integrität. Dieses Werk fordert den Betrachter auf, die emotionale Anstrengung zu bedenken, die erforderlich ist, um authentisch zu bleiben, wenn man Feindseligkeit erfährt. Wie YANNICK seine Realität treffend beschreibt: Zerbrechlich wie eine Porzellanvase, so sehe ich meine Sexualität. Sie ist schön und wird von einigen Menschen in der Gesellschaft respektiert. Es gibt aber auch Menschen, die diesen Wert nicht kennen und ihn nur zu gerne zerbrechen. Dieses Werk ist ein stiller Zeuge dieser Spannung und somit eine wichtige Ergänzung für Sammlungen, die Wert auf erzählerische Tiefe und sozialen Kommentar legen. Es verwandelt einen persönlichen Kampf in ein universelles Symbol menschlicher Würde und des Rechts, ohne Etiketten zu existieren.
Visuelle Analyse
Eine vertikale Schwarz-Weiss Fotografie, die einen jungen Mann von der Taille aufwärts zeigt, tief integriert in ein Dickicht aus belaubten Ästen. Das Subjekt ist oberkörperfrei, seine schlanke Statur teilweise durch die komplexen Muster von Blättern und Zweigen verhüllt. Sein Gesicht ist im Profil gedreht, weitgehend vom Laub verdeckt, doch seine Hände sind sichtbar, wie sie sanft die Stängel greifen, was eine zarte Interaktion mit seiner Umgebung andeutet. Die Beleuchtung ist gesprenkelt und filtert durch das Blätterdach, um kontrastreiche Highlights auf seiner Haut und den Texturen der Blätter zu erzeugen, was zu einer komplexen, geschichteten Komposition führt, in der Mensch und Natur zu einer einzigen, schattigen Form verschmelzen.
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Jahr
2022





