Weitere aus der Serie
ESTRANGED (Serie) →ESTRANGED - JAAP
"Eine filmische Erkundung der Geografie der Seele, die die tiefgreifende Erkenntnis einfängt, dass "Zuhause" kein physischer Ort ist, sondern ein verstandener Seinszustand."
Die Erzählung
Die Distanz zwischen Ort und Verbindung überbrücken
In diesem eindringlichen Kapitel der ESTRANGED Serie, ARJAN SPANNENBURG untersucht die psychologische Entfremdung, die oft diejenigen erfahren, die ausserhalb gesellschaftlicher Normen existieren. Durch das Porträt von JAAP visualisiert der Künstler die Suche nach einem "Zuhause", das physische Grenzen überschreitet. SPANNENBURG nutzt die komplexen, schattigen Muster der Locust-Baumblätter, um die Aussenwelt zu symbolisieren – ein Ort, der sich oft dunkel oder undurchdringlich anfühlen kann, wenn man nicht wirklich gesehen wird. Das Kunstwerk fängt das Subjekt in einem Moment ruhiger, nach aussen gerichteter Konzentration ein, was darauf hindeutet, dass die Reise zur Zugehörigkeit damit beginnt, eine Gemeinschaft zu finden, die die eigene innere Wahrheit widerspiegelt.
Der Raum der geteilten Erfahrung
SPANNENBURG’s Ziel mit diesem Werk ist es, "Zuhause" als einen relationalen Raum und nicht als einen häuslichen zu definieren. Indem er JAAP inmitten des rhythmischen, texturierten Laubes platziert, spiegelt der Künstler die Navigation des Subjekts durch eine Welt wider, die vertraut, aber nicht unbedingt einladend ist. Wie JAAP treffend reflektiert: Man fühlt sich nicht dort zuhause, wo man ist, sondern dort, wo man verstanden wird. Dieses Werk dient als institutionelle Dokumentation der queeren Erfahrung der Suche nach einer "gewählten Familie" und der Sicherheit, ohne Erklärung verstanden zu werden. Für den Sammler und Kurator bietet diese Fotografie eine anspruchsvolle Erzählung über die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes auf der Suche nach authentischer Verbindung und emotionalem Schutz.
Visuelle Analyse
Eine vertikale Schwarz-Weiss Fotografie, die einen jungen Mann ohne Hemd mit welligem Haar zeigt, positioniert inmitten der dichten Äste eines Robinienbaums. Das Motiv ist von der Brust aufwärts zu sehen, sein Oberkörper wird von einem starken, gerichteten Licht beleuchtet, das einen Kontrast zu den tiefen Schatten hinter ihm bildet. Sein Blick ist nach unten und zur Seite gerichtet, verloren in einem Moment der Introspektion. Seine Hände sind sichtbar, eine hoch erhoben, um einen vertikalen Ast zu greifen, die andere tiefer zwischen den kleinen, runden Blättchen ruhend. Die Komposition ist mit organischen Texturen geschichtet, was das Gefühl eines Mannes erzeugt, der sich durch eine dunkle, komplexe Umgebung auf eine Lichtquelle zubewegt.
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Jahr
2022





