ART THAT MATTERSvon Spannenburg.Art
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Weitere aus der Serie

ESTRANGED (Serie)
A high-contrast black and white conceptual portrait of STAN for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, featuring a man looking through dense foliage.A black and white conceptual fine art portrait of WILSON for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, showing a man behind a thick tree trunk.A black and white conceptual fine art portrait of JOEL for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, showing a man surrounded by dense leaves.A black and white conceptual fine art portrait of CHRISTIAN for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, showing a man from behind among oak leaves.High-contrast monochrome photography of a young man with wavy hair partially hidden by locust tree leaves, exploring themes of home and understanding in ARJAN SPANNENBURG'S ESTRANGED series.High-contrast monochrome photography of a young man partially hidden by ivy leaves, capturing the theme of self-worth and independence in ARJAN SPANNENBURG'S ESTRANGED series.
Arjan Spannenburg

ESTRANGED - ZICO

"Eine visuelle Erzählung strategischer Unsichtbarkeit und der widerstandsfähigen Rückeroberung von Raum, die die ständige Risikobewertung des queeren Körpers in lokalen wie internationalen Landschaften widerspiegelt."

Die Erzählung

Das Terrain der bedingten Zugehörigkeit navigieren

In dieser kraftvollen Ergänzung der ESTRANGED Serie, ARJAN SPANNENBURG erforscht das Konzept der 'geografischen Identität' – wie das eigene Selbstverständnis je nach Umgebung bearbeitet oder verstärkt werden muss. Durch das Porträt von ZICO untersucht der Künstler die mentale Arbeit, die damit verbunden ist, eine Landschaft auf potenzielle Bedrohungen zu lesen. SPANNENBURG nutzt die hohen, rhythmischen Schilfrohre des Marschlandes, um den dünnen Schutzschleier zu symbolisieren, den Anonymität bietet. Das Bild fängt den Moment ein, in dem das Subjekt wählt, was es preisgibt und was es zurückhält, eine direkte Widerspiegelung des "Reisetipps", dem queere Menschen selbst innerhalb ihrer eigenen Grenzen folgen müssen.

Der stille Protest, gesehen zu werden

SPANNENBURG’S Motivation für dieses Werk ist die Dokumentation des Übergangs von Angst zu aktivem Widerstand. Indem der Künstler ZICO in das Schilf platziert, unterstreicht er die Handlungsfähigkeit des Subjekts bei der Navigation durch eine Welt, die seine Existenz oft eher als "Ideologie" denn als biologische Realität betrachtet. Während ZICO über die Entscheidung nachdenkt, trotz externer Feindseligkeit weiterhin sichtbare Zuneigungsbekundungen zu zeigen: Ich hatte früher eine Zeit, in der ich wegen solcher Kommentare nicht mehr Hand in Hand gehen wollte. Ich war sehr schockiert über diese Reaktionen. Wir haben uns gemeinsam entschieden, damit fortzufahren. Dieses Werk erhebt eine persönliche Entscheidung zu einer musealen Aussage über die Notwendigkeit von Sichtbarkeit. Für den Sammler und Kurator steht dieses Stück als Zeugnis für die Ausdauer, die erforderlich ist, um öffentliche Räume authentisch zu bewohnen.

Visuelle Analyse

Eine vertikale Schwarz-Weiss Fotografie, die einen jungen Mann ohne Oberkörper zeigt, der teilweise in einem dichten Feld von hohen, scharfblättrigen Schilfhalmen versunken ist. Das Motiv ist von der Seite zu sehen, sein Oberkörper und seine Schultern werden von einem starken, direkten Licht erfasst, das im Kontrast zu den tiefen Schatten des Laubes steht. Sein Gesicht ist weitgehend von den überlappenden Grashalmen verdeckt, obwohl die Form seines Kopfes und seines kurzen Haares sichtbar ist. Eine Hand greift eine Schilfgarbe im Mittelgrund, während die andere nahe der unteren rechten Ecke sichtbar ist. Die Komposition ist gefüllt mit diagonalen Linien des Schilfs, die eine komplexe, texturierte Barriere bilden, die die menschliche Form umgibt und teilweise verschleiert.

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Jahr

2022