Weitere aus der Serie
ESTRANGED (Serie) →ESTRANGED - ROBIN
"Eine trotzige und poetische Erkundung der nicht-binären Landschaft, die die stille Stärke einfängt, die erforderlich ist, um jenseits der traditionellen Geschlechtergrenzen zu existieren."
Die Erzählung
Das Dickicht gesellschaftlicher Erwartungen navigieren
In diesem Schlüsselwerk aus der Serie ESTRANGED thematisiert ARJAN SPANNENBURG die tiefe Isolation und die schließliche Befreiung, die in der nicht-binären Identität liegen. Durch das Porträt von ROBIN visualisiert der Künstler die komplexe Reise des Abstreifens vorgeschriebener Rollen – weder "Mädchen" noch "Junge" –, um eine authentische Mitte zu finden. SPANNENBURG nutzt die dichten, überlappenden Blätter des Johannisbeerstrauchs als Symbol für das soziale "Dickicht", das man durchqueren muss. Das Bild fängt die Spannung zwischen der inneren Klarheit des Subjekts und einer Welt ein, die Unterschiede oft als Spektakel oder Verwirrung behandelt. Es ist eine meisterhafte Studie einer Person, die sich einen Raum schafft, wo kein vorgegebener Weg existierte.
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem öffentlichen Blick
Die Motivation für dieses Werk ist es, den Mut zu dokumentieren, weich und offen zu bleiben in einer Gesellschaft, die sich oft abwendet. Indem der Künstler ROBIN in ein Meer von Blattwerk platziert, schafft er einen schützenden Kokon, der im Kontrast zur harten Realität des "zur Schau gestellt werdens" oder des Ignoriertwerdens steht. Während ROBIN über die schmerzhaften Momente öffentlicher Beobachtung und die Entwertung ihrer Identität reflektiert: Ich fühlte mich überhaupt nicht ernst genommen und am selben Abend wurde ich auch noch von einer großen Gruppe von Menschen absichtlich ignoriert. Dieses Werk fordert den Betrachter auf, über die "Meinung" von Geschlecht hinauszugehen und die biologische sowie psychologische Realität des Subjekts anzuerkennen. Für den institutionellen Sammler repräsentiert dieses Stück eine vitale zeitgenössische Erzählung über die Evolution der menschlichen Identität und das Recht auf Selbstbestimmung.
Visuelle Analyse
Eine vertikale Schwarz-Weiß-Fotografie, die eine Person mit geschorenem Kopf zeigt, die Augen in einem heiteren oder kontemplativen Ausdruck geschlossen, eingetaucht in einen dichten Busch mit breitblättrigen Pflanzen. Das Gesicht des Subjekts ist zentral positioniert und von den texturierten Blättern umrahmt. Die Arme sind mit den Ästen verschlungen: Ein Arm ruht horizontal über der Brust, während der andere nach oben greift und ein Finger sanft ein Blatt berührt. Die Beleuchtung ist weich und doch gerichtet, sie hebt die Konturen des Gesichts und die Glätte der Haut gegen die dunklen, komplexen Muster des Laubes hervor. Die Komposition schafft eine intime, geschlossene Atmosphäre, in der die menschliche Form und die botanische Umgebung untrennbar miteinander verbunden sind.
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Jahr
2022





