Weitere aus der Serie
ESTRANGED (Serie) →ESTRANGED - DAMIAN
"Eine rohe, filmische Erkundung des hohen Preises von Sicherheit, die die Schnittstelle von Bildungsvertreibung und dem widerstandsfähigen Streben nach Würde ohne Diplom einfängt."
Die Erzählung
Den Schatten des Bildungssystems navigieren
In dieser eindringlichen Fortsetzung der ESTRANGED Serie untersucht ARJAN SPANNENBURG die systemischen Versäumnisse, die junge queere Menschen zwingen, zwischen ihrer psychischen Gesundheit und ihrer Ausbildung zu wählen. Durch das Porträt von DAMIAN visualisiert der Künstler die "durchdringenden Blicke und das negative Geflüster", die das Schulumfeld in einen Ort des Traumas verwandelten. SPANNENBURG nutzt die skelettartige, aggressive Geometrie kahler Winteräste, um die scharfen verbalen Angriffe und die physische Einschüchterung zu symbolisieren, denen DAMIAN ausgesetzt war, weil er "zu feminin" war. Das Kunstwerk fängt die tiefe Isolation eines jungen Mannes ein, der "die Chance zu kündigen mit beiden Händen ergreifen" musste, nur um zu überleben, selbst auf Kosten seines akademischen Ranges.
Erfolg neu definieren, jenseits des schriftlichen Versprechens
SPANNENBURGs Motivation für dieses Werk ist es, das gesellschaftliche Stigma herauszufordern, das Menschen ohne formale Qualifikationen anhaftet – den sogenannten "Abschaum der Gesellschaft". Indem der Künstler DAMIAN in ein dichtes, chaotisches Dickicht stellt, spiegelt er den inneren Kampf des Subjekts mit Scham und das ständige Bedürfnis wider, seinen unkonventionellen Weg zu rechtfertigen. Wie DAMIAN über den gesellschaftlichen Druck reflektiert, ein Diplom zu besitzen: Obwohl dies die richtige Wahl ist, bleibt die Frage, ob dieses sogenannte Versprechen für mich nun verschwunden ist. Am Ende des Tages will jeder glücklich sein. Dieses Werk dient als institutionelle Kritik an einer Gesellschaft, die den menschlichen Wert durch Zertifikate und nicht durch Charakter und Widerstandsfähigkeit misst. Für den Sammler bietet dieses Werk eine eindringlich schöne Erzählung über den Mut, der nötig ist, um Glück in der Arbeitswelt zu finden, während man das unsichtbare Gewicht einer gestörten Jugend trägt.
Visuelle Analyse
Eine vertikale Schwarz-Weiss Fotografie, die einen jungen Mann ohne Hemd zeigt, verheddert in einem dichten, komplexen Netz aus kahlen, blattlosen Ästen. Das Motiv ist von der Taille aufwärts zu sehen, sein schlanker Torso und seine Schultern fangen ein dramatisches, von oben herabfallendes Licht ein. Sein Kopf ist nach oben und von der Kamera weg gedreht, sein Blick verliert sich in den dunklen Schatten des Blätterdachs darüber. Eine Hand ist unten rechts sichtbar, die einen Ast greift, während die andere teilweise vom Holz verdeckt ist. Die Komposition wird von den scharfen, sich kreuzenden Linien der Äste dominiert, die eine kontrastreiche Umgebung schaffen, die sowohl einen Käfig als auch eine schützende natürliche Barriere suggeriert.
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Jahr
2022





