ART THAT MATTERSvon Spannenburg.Art
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Weitere aus der Serie

ESTRANGED (Serie)
A black and white conceptual fine art portrait of ZICO for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, featuring a man among tall marsh reeds.High-contrast monochrome photography of a person with long hair partially hidden by textured locust tree leaves, exploring themes of faith and self-recognition in ARJAN SPANNENBURG'S ESTRANGED series.A black and white conceptual fine art portrait of LUX for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, featuring a person in drag among Japanese maple leaves.A black and white conceptual fine art portrait of JOEL for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, showing a man surrounded by dense leaves.A black and white conceptual fine art portrait of RICARDO for the ESTRANGED series by ARJAN SPANNENBURG, featuring a man among prickly holly leaves.High-contrast monochrome photography of a young man with closed eyes, surrounded by chestnut tree branches and leaves, exploring themes of truth and identity in ARJAN SPANNENBURG'S ESTRANGED series.
Arjan Spannenburg

ESTRANGED - CHRISTIAN

"Eine poetische Erkundung des inneren Risses zwischen verinnerlichten Vorurteilen und der aufkeimenden Wahrheit des Selbst, die den Moment des Abwendens von einer toxischen Erzählung einfängt."

Die Erzählung

Das Navigieren im Schatten väterlicher Feindseligkeit

In diesem ergreifenden Kapitel der ESTRANGED Serie untersucht ARJAN SPANNENBURG die psychologischen Auswirkungen aggressiver häuslicher Heteronormativität. Durch das Porträt von CHRISTIAN visualisiert der Künstler die schwere Last des Aufwachsens in einer Umgebung, in der die entstehende Identität präemptiv als „ekelhaft“ oder „abnorm“ abgestempelt wird. SPANNENBURG nutzt die klassischen, robusten Eichenblätter als Symbol für die Last der Tradition und die starren Strukturen der Familieneinheit. Das Subjekt wird von hinten eingefangen, blickt weg in das dichte Laub – eine visuelle Metapher für die Jahre des Versteckens vor der verbalen Gewalt des Vaters und die innere Infragestellung des eigenen Existenzrechts in der Gesellschaft.

Vom Dunkel des Zweifels zum Licht der Akzeptanz

Die Motivation für dieses Werk ist, den Kontrast von Tag und Nacht zwischen Angst und Sicherheit im häuslichen Umfeld zu dokumentieren. Indem der Künstler CHRISTIAN in einem Zustand teilweiser Verbergung inmitten der Eichenzweige platziert, spiegelt er die Reise des Subjekts wider, seine Gefühle zu unterdrücken, um die Rhetorik seines Vaters zu überleben, während er gleichzeitig das Licht der Toleranz seiner Mutter sucht. Wie CHRISTIAN über den Schaden nachdenkt, der durch die Worte seines Vaters verursacht wurde: Wegen dessen, was er sagte, fragte ich mich, ob ich normal bin. Bin ich wirklich so schmutzig und habe ich wirklich keinen Platz in der Gesellschaft? Dieses Werk dient als institutionelle Aufzeichnung der emotionalen Arbeit, die erforderlich ist, um Selbsthass zu verlernen. Für den Sammler bietet dieses Stück eine tiefe, stille Stärke, die den Moment darstellt, in dem eine Seele beschließt, nicht mehr in die Vergangenheit zu blicken und ihren eigenen Weg durch das Dickicht zu suchen.

Visuelle Analyse

Eine vertikale Schwarz-Weiß-Fotografie, die einen jungen Mann ohne Hemd mit dunklem, welligem Haar zeigt, von hinten und von der Seite betrachtet. Er ist hinter den Ästen einer Eiche mit ihren charakteristischen gelappten Blättern positioniert und teilweise mit ihnen verschlungen. Sein Gesicht ist von der Kamera abgewandt und blickt in das dunkle, dichte Laub des Hintergrunds. Die Beleuchtung ist fokussiert und hebt die glatten Konturen seiner Schulter und seines Rückens hervor, während die Eichenblätter verschlungene Schatten auf seine Haut werfen. Er scheint einen Ast zu halten und verschmilzt die menschliche Form mit den natürlichen Texturen von Holz und Blatt.

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Jahr

2022